Am 16. Februar ist es soweit: die Österreische Meisterschaft 2008 wird in Tirol mit dem Rofan Xtreme abgehalten. Der Titelverteitiger ist dieses Jahr der Schladminger Andreas Ringhofer, welcher sich im Vorjahr vor Alex Lugger den Meistertitel geholt hat.
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ASTC: Andi, die Österreichische Meisterschaft steht mit dem Rofan Xtreme kurz bevor, wirst du als Titelverteitiger mit dabei sein?
Ringhofer: Wenn ich wieder hundertprozentig fit sollte, bin ich natürlich dabei. Ich freue mich schon darauf. Nach meinem Erfolg in Saalbach, wurde ich leider ein Tag vor dem Weltcup in der Schweiz wieder krank. Leider laboriere ich immer noch an der Erkrankung und komme nur sehr langsam wieder in Schwung. Im nach hinein hätte ich in der Schweiz gar nicht an den Start gehen dürfen.
ASTC: Der Dachstein, wo die ÖM im Vorjahr stattgefunden hat, ist ja deine Heimat. Man hat gesehen, die Strecke liegt dir einfach. Was erwartest du dir vom Rofan Xtreme im Achenseegebiet?
Ringhofer: Der Weltcup und die Österreichischen Meisterschaften waren natürlich eine tolle Sache. Ich kann sehr stolz auf meine Leistung sein. Leider wurde ich damals noch 80 Meter vor dem Ziel vom Italiener Dennis Brunod überholt. Aber ich war auch mit dem 4. Platz sehr zufrieden und überglücklich. Der Österreichische Meistertitel war folgend die Belohnung dafür. Immerhin ist der 4. Platz bis dato das beste Ergebnis eines Österreichers im Weltcup.
ASTC: Du bist mit den anderen besten Österreichern auch Mitglied des neu gegründeten Nationalteams. Wie empfindest du als Mitglied die Entwicklung des Teams?
Ringhofer: Gott sei Dank, hat sich hier wirklich was getan. Super Arbeit von Karl Posch. Jetzt ist es wichtig, dass wir noch die Zugehörigkeit in der Bundessportorganisation (BSO) finden. Dann wäre schon viel geschafft.
ASTC: Wie wichtig ist deiner Meinung nach die Aufstellung eines solchen Teams zur Anerkennung dieser Sportart bei der Bevölkerung und auf höheren Ebenen?
Ringhofer: Ich bin der Meinung, dass es bereits eine Anerkennung von Seiten der Bevölkerung gibt. Nur leider gibt es immer noch sehr viele Persönlichkeiten und Organisation die gegen uns ankämpfen. Schade!!
ASTC: Wirst du als einer der Besten Athleten Österreichs, der ja zusätzlich von früher auch schon Erfahrung bei internationalen Rennen besitzt, bei den kommenden Weltcup-Rennen noch kräftig mitmischen?
Ringhofer: Ich hoffe doch, dass ist ja auch mein Ziel. Lugger Alex und ich bürgen für Qualität im internationalen Skitourensport.
ASTC: Nun aber vom internationalen Terrain zurück in die Heimat: es ist nicht mehr lange hin, dann findet auch dein Heimrennen, der Dachstein Xtreme wieder statt. Diesmal mit einer veränderten Streckenführung, Start bei der Seilbahn Talstation und hinauf auf den fast 3000m hohen Dachstein. Wie ist generell dein Eindruck zu diesem Bewerb?
Ringhofer: Ich finde es sehr gut, dass sich das Dachstein Xtreme bereits international etabliert hat. Der Weltcup im letzten Jahr war eine tolle Aufwertung. Eine Bewerbung für Weltmeisterschaften wäre natürlich ein Ziel. Die Strecke ist schwierig, aber schön.
ASTC: Was hältst du von der Veränderung der Streckenführung?
Ringhofer: Ich war mit der bisherigen Streckenführung bereits sehr zufrieden. Die neue Strecke ist eine Aufwertung. Etwas schwieriger, aber zu schaffen.
ASTC: Klassische Abschlussfrage für dich: Wie sieht‘s nächste Saison aus? Bleibst du uns erhalten?
Ringhofer: Wenn wir die Anerkennung in der BSO finden, werde ich mir die Angelegenheit nochmals durch den Kopf gehen lassen. Ansonsten möchte ich mich derzeit nicht darüber äußern. Eine Entscheidung wird mit Sicherheit fallen. Meine Frau wäre vermutlich glücklicher, wenn ich wieder mehr Zeit für die Familie hätte.
ASTC: Bei uns wäre es natürlich umgekehrt, wir würden uns freuen, wenn du uns noch lange weiterhin sehr erfolgreich erhalten bleibst. Jetzt aber mal danke für dein Interview und viel Erfolg bei den weiteren Bewerben, vor allem bei der ÖM.