Specials Eventspecials 2008 Skibergsteigen UIAA Weltcups

Martin Bader Siegerehrung

Laetitia Roux (FRA)

Florent Perrier (FRA)

Sepp Rottmoser

Michael Pfanzelt

Michaela Essl

Nationalteam Österreich

Phillip Brugger

Martin Bader

Alexander Lugger

Franzosen trumpfen beim Saisonfinale in Madonna auf

M2b Redaktion am 14.04.2008 - 12:16 Uhr

Am vergangenen Sonntag, den 13. April 2008 ging die Weltcup-Saison im Single Race der Skibergsteiger in Madonna di Campiglio (ITA) zu Ende. Es war das Wochenende der Franzosen. Bei den Damen gewann die blutjunge Laetitia Roux, die nebenbei auch noch bei der Jugend gewertet wurde, mit einer Zeit von 2:13,21 Stunden. In der Herrenkonkurrenz lief der wieder einmal starke Weltmeister Florent Perrier allen aus den Augen. Mit einer Zeit von 1:53,48 Stunden stürmte Perrier als Erster über die Ziellinie. Die beiden französischen Athleten rundeten ihre Jahresleistung mit diesem Ergebnis perfekt ab und errangen zudem die Gesamtsiege der Saison 2008.

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Die Saison ist zu Ende
Dass die Saison ihrem Ende zugeht, konnten die Athleten in der Stadt Madonna spüren. Denn auch die Tourismussaison ist bereits beendet. Viele Geschäfte hatten bereits geschlossen und somit war die Atmosphäre in Madonna ebenfalls gedrückt. Am Wettkampfsvortag war die Wetterlage sehr schlecht. In Madonna selbst hatte es stark geregnet. Am Berg gab es 60 Zentimeter Neuschnee. Die Weltcup-Ausrichter führten zur Sicherheit der Wettkampfteilnehmer Lawinensprengungen durch, um ein sicheres Rennen zu gewährleisten. Trotz dieser problematischen Bedingungen, schlechter Sicht und Nebel konnte die Strecke am Samstag besichtigt werden. Die Route, die gesteckt wurde, war sehr alpin, mit vielen Spitzkehren und alpinen Abfahrten. Die Strecke sollte dem österreichischen Nationalteam, das wieder mit großen Erwartungen angereist war, liegen.

Erste Weltcup-Medaillen für Österreich
Die erst 20-jährige Michaela Essl aus Abtenau wurde aufgrund ihrer starken Leistungen in der Saison mit nach Madonna genommen und ihrer Nominierung gleich gerecht. Eigentlich angereist um erstmals internationale Luft zu schnuppern, gelang ihr in sensationeller Weise der Sprung aufs Treppchen. Mit einer Zeit von 1:44,22 Stunden lief die junge Österreicherin auf den zweiten Platz der weiblichen Juniorinnenklasse. Erste wurde hier die starke Spanierin Mireia Varela. Sie kam mit einem Vorsprung mit über 10 Minuten ins Ziel.
Bei dem letzten und dritten Single-Wettkampf des Jahres errang der "Youngstar" aus Innsbruck, Martin Bader, einen vierten Platz bei der Klasse "Espoirs". Dank seiner konstant starken Leistungen während der Saison sicherte er sich im Gesamtweltcup der Junioren den dritten Platz und somit die Bronzemedaille. Somit waren die ersten beiden Medaillen in Österreichs Weltcup-Geschichte im Skibergsteigen perfekt.

Begeisterung in der Alpenrepublik steigt rasant an!
Das erste Jahr des österreichischen Nationalkaders geht mit tollen Erfolgen zu Ende. Dank der sensationellen Leistungen der Athleten nimmt das Interesse am Skibergsteigen immer weiter zu. Das Medieninteresse ist enorm angestiegen und viele österreichische Zeitungen berichten bereits über die Erfolge ihrer Landsmänner. Im Handel mit Tourenski und Zubehör gab es einen Wachstum von mehr als 20 %. Karl Posch, Präsident des österreichischen Tourengeher-Verbandes ASKIMO, geht davon aus, dass dank des steigenden Interesses und der Leistungen der Skibergsteiger die Sportart in Österreich einen offiziellen Status erreicht. Zurzeit geschieht die Organisation der Nationalmannschaft ohne Unterstützung der öffentlichen Hand.

Deutsche Jugend wieder stark
Auch deutsche Athleten waren in Italien vertreten. Bei der Klasse "Cadets Male" liefen drei Deutsche unter die Top 10. Josef Rottmoser lief auf den vierten, Jonas Schlachter auf den achten und Phillip Reiter belegte den neunten Platz. Erster wurde Lokalmatador Robert Antonioli. Erfreulich war die Leistung von Michael Pfanzelt. Bei den "Juniors Male" errang er hinter Xavier Gachet (FRA) mit etwas mehr als einer Minute Rückstand den silbernen zweiten Platz. Dritter wurde Michael Moling auf Italien.

ESPOIR Female
1. Roux, Laetitia 02:13:21 (FRA)
2. Chanoine, Fabienne 02:40:36 (ITA)
3. Cuminetti, Silvia 02:51:32 (ITA)

SENIOR Female
1. Roux, Laetitia 02:13:21 (FRA)
2. Pedranzini, Roberta 02:16:57 (ITA)
3. Martinelli, Francesca 02:28:41 (ITA)

ESPOIR Male
1. Eydallin, Matteo 01:54:18 (ITA)
2. Jornet Burgada, Kilian 01:57:05 (ESP)
3. Perrier, Sébastien 02:08:14 (FRA)
4. Bader, Martin 02:10:30 (AUT)

SENIOR Male
1. Perrier, Florent 01:53:48 (FRA)
2. Eydallin, Matteo 01:54:18 (ITA)
3. Reichegger, Manfred 01:54:23 (ITA)
9. Lugger, Alexander 01:59:05 (AUT)
21. Bader, Martin 02:10:30 (AUT)

CADETS Female
1. Grohová, Karolína 1:44:54 (CZE)
2. Wajda, Julia 1:53:24 (POL)
3. Majori, Michela 2:12:36 (ITA)

CADETS Male
1. Antonioli, Robert 1:18:40 (ITA)
2. Tissières, Alan 1:21:01 (SUI)
3. Boscacci, Michele 1:22:19 (ITA)
4. Rottmoser, Josef 1:25:04 (GER)
8. Schlachter, Jonas 1:30:18 (GER)
9. Reiter Philipp, 1:32:03 (GER)


JUNIORS Female
1. Miró Varela, Mireia 1:33:23 (ESP)
2. Essl, Michaela 1:44:22 (AUT)
3. Richard, Mireille 1:44:36 (SUI)

JUNIORS Male
1. Gachet, Xavier 1:20:43 (FRA)
2. Pfanzelt, Michael 1:21:46 (GER)
3. Moling, Michael 1:22:01 (ITA)

Quellen
- www.astc.at
- Pressemitteilung Askimo



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