Aktuelles News Skibergsteigen

Impressionen

Impressionen

Impressionen

Impressionen

"Patrouille des Glaciers 2006 "

Parcours der Patrouille des Glaciers

Im Ziel in Verbier

Anspannung vor dem Start

Siegerinnen der Damenkonkurrenz (802)

Matterhorn Schneefall

Matterhorn

Patrouille des Glaciers

Patrouille des Glaciers 2008: Skitourenrennen der Superlative

M2b Redaktion am 10.04.2008 - 08:50 Uhr

Die Patrouille des Glaciers ist das bekannteste und beliebteste Skitourenrennen der Welt. Der außergewöhnliche Wettkampf zählt gemeinsam mit der Pierra Menta und der Trofeo Mezzalama zu 'Les grandes trois de ski de montagne', den drei bedeutendsten Hochalpinwettkämpfen im Alpenraum. Jetzt ist es wieder soweit: die nur alle zwei Jahre ausgetragene "Mutter aller Skitourenwettkämpfe" startet am 16. April!

Anzeige

13. Ausgabe des Patrouillen-Rennens
Die Idee zur Durchführung der Patrouille des Glaciers nahm kurz vor dem Zweiten Weltkrieg auf Initiative zweier Hauptleute der Gebirgsbrigade 10 Gestalt an. Rodolphe Tissières und Roger Bonvin, beide Alpinoffiziere, setzten sich zum Ziel, die Einsatzfähigkeit der Truppe im Rahmen eines besonderen, längerdauernden Patrouillenlaufes zu erproben und zu festigen. Der Wettlauf fand erstmals im April 1943 statt. Nach dem Start in der Schönbielhütte legten damals 18 Dreierpatrouillen rund 50 Kilometer und 7600 Meter Höhenunterschied zurück.
In der Nacht vom 16. zum 17. April 2008 werden sich nun mehrere tausend Skitourensportler als zivile Patrouillen auf den Weg von Zermatt nach Verbier (SUI) machen, um den legendären militärischen Ski-Alpinismus-Wettkampf zu bestreiten. Der Weg wird in den Dreierteams in einer Etappe zurückgelegt: 53 Kilometer, die durch die zahlreichen Kehren zu 110 Kilometer tatsächlichen Strecke anwachsen, mit etwa 4000 Höhenmetern bergauf und 4000 Höhenmetern bergab. Eine Mammuttour, die auch durch die extreme Höhe (bis zu 3700 Meter), zu einer Tortur werden kann.

Streckenführung der PDG
Die klassische Strecke führt von Zermatt (1616m) über Schönbiel (2660m) auf die Tete Blanche (3650m) und weiter über Col de Bertol (3279m) und Plans de Bertol (2664m) nach Arolla (1980m). Von dort führt die Route auf den Col de Riedmatten (2919m) und über Pas du Chat (2581m) gelangt man nach La Barma (2458m). Der dritte Aufstieg führt auf die Rosablanche (3160m). Dort beginnt der letzte Abschnitt über den Col de la Chaux (2940m) und Les Ruinettes (2195m) nach Verbier (1520m). Diese Route wird unter Skibergsteigern auch als 'Haute Route Nordvariante' bezeichnet. Während bei fast allen Wettkämpfen, die im Pistenskigebiet ausgetragen werden, nur ein kleiner Leichtrucksack für Reservefelle, eine dünne Windjacke und eine Rettungsdecke notwendig ist, so haben die Teilnehmer an der Patrouille des Glaciers schwere Rucksäcke zu schleppen, in denen die Hochgebirgsausrüstung, samt Seil und Funkgerät, verstaut sein muss.

Keine unerfahrenen Teilnehmer
Die Teilnehmer der Patrouille des Glaciers müssen gute Hochgebirgskenntnisse, physische und technische Stärke ebenso mitbringen wie eine kameradschaftliche Einstellung und absolute Solidarität mit den anderen Teams. Hier zählt nicht nur der Sieg, sondern das Erlebnis, die Freude am Sport und das sich Bewegen in einer eingeschworenen Gemeinschaft.

Rekordjahr 2006
2006 war für die Gletschertour ein Jahr der Rekorde: 3.700 Athleten nahmen an dem Wettkampf teil, weitere 1.000 Teilnehmer wollten dazu noch an den Start gehen. Doch die Teilnehmerzahl muss mittlerweile begrenzt werden, die Gefahren und organisatorischen Aufwände wurden zu groß.
Ein weiterer Rekord wurde 2006 aufgestellt: Das französisch-italienische "Team Millet-Savoie-Mt-Blanc" mit den Athleten Patrick Blanc, Stéphane Brosse und Guido Giacomelli legte die Strecke Zermatt-Verbier in der neuen Bestzeit von sechs Stunden, 18 Minuten und 48 Sekunden zurück. Auch bei den Damen wurde mit acht Stunden, 15 Minuten und 50 Sekunden vom "Swiss Team" (Catherine Mabillard, Gabrielle Magnenat und Séverine Pont) ein neuer Rekord aufgestellt.

Deutsches Damenteam voller Vorfreude
Auch die Deutsche Nationalmannschaft ist bei der Patrouille am Start: Die schon bei der Team-DM am Jenner erfolgreichen Steffi Koch und Judith Grassl werden zusammen mit Silvia Treimer die Tour angehen. Das Dreierteam hat gute Erinnerungen an das Rennen von Zermatt nach Verbier: 2006 erkämpften sie sich nach über neun Stunden den dritten Platz. In diesem Jahr wäre ein ähnlich guter Platz ein tolles Ergebnis für die Damen des DAV. Ein Herrenteam schickt der Deutsche Alpenverein ebenfalls ins Rennen: Mit Toni Steurer, Stefan Klinger und Franz Grassl gehen drei der Besten zusammen auf die 53 Kilometer-Strecke - und kann vielleicht zum Abschluss der Skisaison für eine positive Überraschung sorgen.

Kontakt:
Patrouille des Glaciers
Rue du Catogne 7
1890 St-Maurice
Tel: +41 24 486 92 65
Web: www.pdg.ch


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Mountains2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen